Von Wagner und Vivienne CruzSchon drei Jahre sind vergangen, seit wir das ICF in Fortaleza begonnen haben zu gründen. Es war ein langer und interessanter Prozess, voller schöner und aufregender Erinnerungen und vielen unvergesslichen Momenten. Ich erinnere mich an das erste Mal, als ich ins ICF in Zürich kam, da sagte ich zu mir, dass ich genau so eine Kirche gerne in Fortaleza hätte. Das war mein größter Traum. Ich teilte meine Vision mit den Leitern des ICF in Zürich und ich musste sie überzeugen, dass Fortaleza eine Kirche wie die ihre bräuchte und dass ich alles geben würde um ein ICF in meinem Land zu gründen.
Ich versammelte ein kleines Team um mich und teilte mit ihnen meine Vision. Es dauerte viel mehr Zeit, als ich erwartet hatte, damit die Leute um mich herum die komplette Vision eines ICF`s verstehen konnten. Fortaleza gehört gegenwärtig zum Staat Ceará und besitzt eine Geschichte voll von Sklaventum und verschiedensten Ideologien. Im Voraus war uns nicht klar gewesen, was das hier für eine Festung war und wir hatten es schwer, die Vision von der Freiheit in Jesus und eines ganz neuen Kirchenkonzeptes ohne allem religiösen Drumherum, zu verbreiten. Zuerst waren die Menschen begeistert gewesen und es fanden drei wundervolle Beachcamps für junge Leute statt. Wir hatten immer wieder Neubekehrte und die Dinge schienen wirklich gut zu laufen. Wir arbeiteten unserem Big Bang entgegen. Unsere größte Herausforderung, war ein Gebäude für die Celebrations zu finden. Die VIP’s wollten Teil unseres Teams sein und brauchten dringend Ermutigung durch Celebrations um weiter mit dem Herrn vorwärts zu gehen. So hielten wir unsere Celebrations im Hinterhof eines Teammitgliedes ab. Kurz vor dem Big Bang mussten wir das Gebäude, in dem unsere Celebrations stattfanden, an den Besitzer zurückgeben. So zogen wir erneut durch die Stadt auf der Suche nach einem neuen Gebäude und dem Big Bang.
Ein Team aus der Schweiz wollte kommen, um uns beim Big Bang zu unterstützen, aber wir brauchten zuerst dringend ein Gebäude. Auch viele Freunde halfen mit bei den Vorbereitungen. Es war wirklich überwältigend, wie Menschen, von denen wir so etwas nie erwartet hätten, uns aushalfen. Wir bekamen auch große finanzielle Unterstützung von der ICF Bewegung, die unseren Big Bang finanzierte. Wir erlebten so viele Wunder und schafften es eine große Veranstaltung zu organisieren. Wir hatten acht große Stände über die ganzen Hauptstraßen der Stadt verteilt. Das Radio kündigte unsere Veranstaltung alle paar Stunden auf zwei verschiedenen Radiosendern an… aber das größte Wunder war, wie Gott uns das Gebäude für den bevorstehenden Big Bang schenkte. Wir hatten einen Antrag gestellt, um die Haupthalle für Tourismus-Veranstaltungen, zu mieten. Wir besuchten den Verantwortlichen jede Woche und bald täglich. Aber zwei Wochen bevor unsere Kirche eröffnet werden sollte, hatte er uns immer noch keine Antwort gegeben. Am Freitag, bevor unser Außenteam ankam, waren wir verzweifelt. Wir mussten die Plakate und die Handzettel drucken lassen, die Radiowerbung sollte auf Sendung gehen, hatten aber noch immer keinen Ort für die Veranstaltung. Nur ein paar Stunden bevor die Geschäfte schlossen, fanden wir eine Diskothek genau gegenüber der Haupttouristenzone, die geöffnet war. Wir hatten schon so viele Male versucht gehabt, den Besitzer zu erreichen… sozusagen in letzter Minute, hatten wir Erfolg. Er war alles andere als ein Kirchenliebhaber, aber ließ uns seine Disco gratis benutzen, sogar einschließlich der Sound-Anlage, Stühlen und seines Teams. Wir waren überwältigt von Gottes Liebe für uns. So verängstigt wir doch gewesen waren, Gott wusch alles in einem fort, als wir die großartige Location sahen. Es war viel besser, als wir zu träumen gewagt hätten. Wir starteten ein erbittertes Rennen gegen die Zeit, um die Werbung noch rechtzeitig fertig zu bekommen, bevor die Geschäfte übers Wochenende schlossen. Wir bekamen alles noch in allerletzter Minute fertig. Nichts ist unmöglich für Gott!
Das ankommende Team hatte keine Ahnung, wie glücklich wir waren, alles noch rechtzeitig vor ihrer Ankunft fertig bekommen zu haben. Wir hatten noch einige verrückte Momente, bevor wir das Team abholten. Die Person, die wir angestellt hatten, um den Willkommenssnack vorzubereiten, teilte uns zwei Stunden bevor die Gäste ankamen mit, dass sie das Essen nicht vorbereitet hatte, da wir nicht im Voraus bezahlt hatten. Wir verbrachten die letzten Stunden damit, von einem Ende der 3.6 Millionen Stadt zum Anderen zu rasen, um das Willkommensessen vorzubereiten. Und natürlich waren unsere erwarteten Gäste dann auch noch die Ersten, die vor der angekündigten Zeit in Fortaleza ankamen. Wir kamen zu spät um sie abzuholen und waren so enttäuscht, dass wir es nicht schafften unsere Schweizer Kuhglocke zu läuten, um unsere Gäste willkommen zu heißen. Sie waren sehr gnädig und vergaben uns unsere Verspätung, die wir mit einer wundervoll verrückten Hollywood Party am darauffolgenden Abend wieder wettzumachen versuchten, mit dem Ziel das Team bei uns bekannt zu machen. Einer der Oscars ging an den Teamleiter Dave, der den smartesten Kinostar abgab. Er eroberte im Sturm alle Mädchenherzen.
Die zwei Wochen bedeuteten harte Arbeit und noch mehr letzte Minuten Entscheidungen und Plan B‘s. Unsere Frontsängerin hatte beschlossen nicht zu den Proben zu erscheinen, so mussten wir sie von unserer Liste streichen. Die Musiker taten einen fantastischen Job und rührten die Zuschauer zu Tränen. Die meisten von ihnen waren professionelle Musiker, die uns mit ihren Fähigkeiten zur Kirchengründung segneten.
Nachdem wir in mehr als 5 Schulen, Universitäten und Haupttouristenzentren während zwei Wochen Flyers verteilt hatten, 8000 an der Zahl, waren wir mehr als neugierig wie viele Tausend Besucher zu unserem Big Bang kommen würden. Wundersamerweise hatten wir 50 Mitarbeiter, wir hatten aber keine Ahnung wo die anderen notwendigen Helfer herkommen würden, um uns an unserem großen Tag zu unterstützen. Alles war perfekt! Der Lobpreis, der Ansager, der Sound, die Lichter, der Prediger und die Überraschungseffekte. Wir vermissten nur die Besucher. Traurigerweise hatten wir nur 100 VIP’s. Wir waren richtig geschockt, als uns die Realität einholte. Doch die Veranstaltung war so perfekt, dass wir über unsere Enttäuschung hinwegsahen und noch eine andere Disco für die nächsten zwei Celebrations mieteten. Der nächste Sonntag war ein anderer Schritt in die Realität. Wir hatten ganze 20 Besucher, weniger als vor dem Big Bang. Am Sonntag danach war es dasselbe. Wir versuchten zu analysieren, was passierte und luden weiterhin Freunde und Familienmitglieder ein. Wir konnten die Miete für die Disco nicht aufbringen und so mussten wir in einen kleineren Raum eines Hotels ausweichen. Bald kamen auch unsere Teammitglieder nicht in unsere Celebrations. Wir machten eine harte Zeit durch, um unsere Teammitglieder und neuen ICF Mitglieder weiterhin motivieren zu können.
Wir wollten nicht aufgeben, denn wir hatten die letzten drei Jahre zu hart gearbeitet. Wir trafen uns mehrere Male mit dem Team, und versuchten zu verstehen, was vor sich ging. Wir verstanden bald, dass Religion und religiöses Verhalten ein sehr kultureller Weg war Gott nachzufolgen. Der Weg des ICF war diesem total entgegengesetzt. Die Leute wünschten sich die Freiheit in Christus, hatten aber Angst ihre alten Wege zu verlassen. Ebenfalls wollten sie auch keine Verantwortung übernehmen. Wir begannen eine neue Lokalität in Eusebio zu mieten, das etwas außerhalb von Fortaleza lag. Noch einmal begannen wir glücklich und voller Erwartung noch mehr von Gottes Wundern zu erleben, erneut Nachbarn und Freunde einzuladen. Unter der Woche hielten wir Kinoabende und Bazare ab, um die örtlichen Lokalitäten kennenzulernen. Kurz darauf widerrief der Besitzer unseren Vertrag und schmiss uns raus.
In der Zwischenzeit waren Wagner und seine Familie eingeladen gewesen im ICF in Zürich mitzuarbeiten. Nachdem sie diese Einladung angenommen hatten, und wir versuchten das ICF in Fortaleza vorwärts zu bringen, mussten wir erkennen, dass das Team es nicht schaffen würde das ICF mit einigen wenigen Helfern am Funktionieren zu halten. Traurig sahen wir uns gezwungen, die Kirche zu schließen. Unsere Herzen waren sehr traurig, gezwungen gewesen zu sein diesen Schritt zu gehen. Wir hoffen immer noch, dass unser Traum des ICF’s in Fortaleza eines Tages wahr wird. Wir träumen immer noch von einem so gebrauchten ICF hier. Bitte betet weiter, damit dieses Wunder geschehen kann! Wir wissen, dass Fortaleza Erweckung braucht. Wir wollen allen danken, die an unseren Traum geglaubt haben und uns finanziell und mit Gebeten unterstützt haben. Ohne euch wäre nichts von all dem möglich gewesen. Wir sahen wie junge Leute ihr Leben veränderten und zu einem Lebensstil mit Jesus fanden. Wir sahen junge Männer und Frauen, die verstanden was Verantwortung übernehmen und ins Reich Gottes investieren bedeutet. Bitte betet für diese jungen Menschen, damit sie weiter mit Jesus in seinen Fußspuren gehen, weiter wachsen und stetig in das Reich Gottes investieren.
Was wir gelernt haben, ist, dass für Gott nichts unmöglich ist, Gott ist nie zu spät, sogar in Brasilien, wenn Gott die Tür öffnet, kann diese niemand mehr schließen. Und die Tür, die Gott schließt, kann niemand mehr öffnen.
Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich sagen ich habe eine Familie. Eine Gemeinschaft, der ich vertrauen und die ich lieben kann. Mit denen ich mein Leben teilen kann. Vielmals DANKE liebes ICF, dass ihr für uns da seid. Dass ihr uns so sehr unterstützt und ermutigt. Ihr seid GROßARTIG ! Wir werden euch das nie vergessen.
From Wagner and Vivienne Cruz
Already three years have passed since we started to found ICF Fortaleza. It was a long and interesting process, full of nice and exciting memories and many unforgetful moments. I remember the first time I visited ICF Zurich and I told myself that I wanted a church just like that in Fortaleza, that was my greatest dream. I shared my vision with the leaders in Zurich and had to convince them, that Fortaleza needed a church like theirs and that I would give all I had to start an ICF in my country. I gathered a small team and started to share the vision. It took me much longer than expected, for the people around me to fully grasp the ICF vision. Fortaleza, actually the state of Ceara has a history of Slavism and idolism. We didn't realize what a stronghold this is here and we had a very difficult time sharing the vision of freedom in Jesus and about a new kind of church without all the religious stuff. At first people were excited and we had three marvelous beach camps for young people. We had several new converts and things seemed to be going great. We started to work towards our big bang. Our greatest challenge was to find a location for our celebrations. The VIP's wanted to be part of our team and needed celebrations to motivate them to continue their walk with Christ, so we held celebrations in a team members back yard. Shortly before the big bang, the house we were holding our celebrations had to be returned to their owner, so we went back to searching the city for a location for the celebrations and the big bang. We had a team from Switzerland coming to help us with the big bang, and we were in desperate need of a location. We had friends come to help us with the big bang preparations. It was really exciting to see people we never imagined helping us out. We also had great support from the ICF movement who financed our big bang. We experienced so many miracles and managed to organized a major event. We had 8 massive outdoors all over the main streets in town, the radio advertised our event every few hours on two different stations...but the biggest miracle remained how God provided our big bang location. We had applied for the main tourist event hall in town, we kept on visiting the responsible guy weekly and soon daily, but two weeks before our church start, he just didn't give us an answer. On the Friday just before the outreach team arrived we were desperate. We had to get the outdoors and the flyers printed and the radio advertisements sent out, but we still didn't have our location...just a few hours before the commercial shut down hour, we found a disco just in front of the main tourist area which was open. We had tried so many times to contact the owner... literally just a few hours before last minute we met the owner...not a church lover at all...but he let us use his disco for free including sound system, chairs and staff. We were so amazed by God's love for us. As exhausted as we felt, it all melted away when we saw the great location. It was better than we had dreamed of. We had a mad race against time to get the advertising going before the enterprises shut their doors for the weekend. We managed to get every thing going, just at the very last minute. Nothing is impossible for God! The outreach team had no idea how relieved we were, to have managed to get things ready for their arrival. We had another few crazy moments before picking them up. The person hired to get their welcome snack prepared told us two hours before their arrival that she hadn't done the food, because we hadn't paid in advance...We spent the last hours racing from one side of the 3,6 mil city to the other to get the food ready and of course the outreach team were our first visitors to Fortaleza how actually arrived before the scheduled time. We were late to pick them up and so disappointed that we couldn't ring our Swiss cowbell at the airport to welcome them. They were very gracious to forgive us our being late and to make up for it we had a lovely crazy Hollywood party the night after to get to know the team. One of the Oscars went to the team leader Dave, who was the most handsome movie star and concord all the girls hearts. The two weeks were hard work and many more crazy last minute Plan B's. Our main lead singer decided not to show up at the worship practices, so we had to cross her from our list. The musicians did a fabulous job and brought tears to every ones eyes, most of them were professionals who blessed us with their skills for our church start. After distributing flyers in over 5 schools, Universities and main tourist areas during two weeks, handing out over 8000 flyers we were eager to see how many thousand visitors would show up to our big bang. We miracleously had 50 staff helping, we ha no idea where the extra people showed up from to help us out on our big day. Every thing was perfect. The worship, the MC, the sound, the lights, the preacher and the surprise effects. We only missed the visitors. Sadly we only had 100 VIP's . We were quite shocked when reality hit, but the event was so perfect, we got over the disapointment and rented another disco for our next two celebrations. The next sunday was another step to reality, we had twenty people visiting, less than before the big bang. The sunday after was the same. We tried to analyze what was happening and kept on inviting friends and family members. We couldn't afford the rent in the disco and had to go back to a smaller hotel room. Soon even our team members started to miss the celebrations. We had a hard time motivating the team members and new ICF members. We didn't want to give up, we had worked so hard for the last three years. We met with the team several times and tried to make sense of what was going on. We soon understood, that religion and religious behavior was a very cultural way of seeking God and that the ICF way was very much against the culture. People wanted freedom in Christ, but were afraid of giving up their old ways and didn't want commitment. We started to rent a new location in Eusebio, just outside Fortaleza. Once again, full of happiness and eager to see more of Gods miracles, we started to invite neighbors and friends. We held movie nights and bazaars during the week to get to know the locals. Not long after, the owner of the location undid the contract and put us out. In the meantime, Wagner and his family had been invited to work in ICF Zurich. After accepting the invite and trying to get ICF Fortaleza to relive, we had to face the fact, that the team would not have managed to get ICF going with so few committed team members. Sadly we saw ourselves pushed to make a decision to stop the church. Our hearts are very sad to have to come to taken this step, we still hope that one day our dream of ICF Fortaleza can relive. We still dream of a much needed ICF here. Please continue to pray for this to happen. We know that Fortaleza needs revival. We want to thank all of you who believe in our dream and supported us financially and with prayers. Without you none of this would have been possible. We saw young people change their lives and commit to a lifestyle with Jesus. We saw young men and women understand commitment and invest in Gods kingdom. Please pray for these youngsters to continue walking with Jesus in his footsteps and continue to grow and invest in his kingdom. What we have learned is that nothing is impossible for God, God is never late, not even in Brazil, when God opens the door nobody can shot it, and the door God closes nobody can open. For the first time in my life I can say that I have a family, a community that I can trust and love, sharing our lives, thank you so much ICF for being here for us, for being so supportive and encouraging, you are great, we will never forget it. Thank you all for your loving support.
Deus vos abençoe muito pra tudo que vcs fizeram!!! Josué 1,9
ReplyDeleteAbraços da Suíça
Claudia
Uau, parece que tem sido muito dificil mas lembrem que a maior parte dos movimentos que tiveram grande impacto nesse mundo, comecaram pequenos e com muito suor. Voces semearan e nasceu uma planta, mesmo que nao der pra verla. Tenho fe que ainda vai ter um ICF em Brasil! Estive fazem alguns meses com a idea de um ICF no Brasil no coracao, e hoje tropecei nesse blog :) Deus é muito bom! Tem uma geracao com o coracao batendo a mil por ora por esse movimento no Brasil!
ReplyDelete-Samuel