Wednesday, November 02, 2011

ICF Berlin - WIR 7 Rückblick

Wir hoch 7

"21. Oktober 2011: Ich steige in Berlin aus dem Zug und freue mich auf die erste ICF Berlin Konferenz Wir^7. Auf dem Weg zur U-Bahn sehe ich in viele leere Gesichter. Gehetzte Menschen. Traurige Augen. Viele Koffer und Taschen. Alle sind unterwegs. Aber wohin? Mir wird klar: „Berlin braucht dringend Hoffnung, Vision und viele starke Kirchen.“ Übermächtig scheinen die Massen ohne Jesus.
Die Konferenz startet mit einer Worship-Night. Fast 400 stehen, singen und beten Gott an. Der Musikstil wechselt von rockigem Mainstream über Grand-Piano bis zu alternativ Elektro. Jesus bleibt immer im Fokus. Stefan Hänsch, der Senior Pastor, lädt ein Abendmahl zu nehmen. Es wird sehr still im Raum. Die Kerzen harmonieren perfekt mit den 4 Multimedia-Leinwänden. Ich bin begeistert von der leidenschaftlichen Exzellenz dieser Künstler. Hier sind sie, die jungen, hungrigen gottsuchenden Anbeter. Aber Berlin kommt mir immer noch uneinnehmbar groß vor. Den 400 von heute Abend stehen beinahe 4 Millionen gegenüber.
22. Oktober. 2. Tag der Konferenz: 4 Sessions erwarten mich. Chlöisu Burkhalter (ICF Bern) eröffnet mit viel Herz und Hoffnung: „Halte dich gerade in stürmischen Zeiten an Jesus fest. Wirf den Glauben nicht über Bord.“ Die 2. Session bringt Torsten Hebel: „Gott fragt Moses: Was hast du in deiner Hand? Seine Geschichte wird zu Schlüssel für Gottes Berufung.“ In der 3. Session lassen 7 Leiter vom ICF hinter die Kulisse blicken. Werte wie Dienen, Veränderung und Sabbat werden deutlich. In bin beeindruckt von der Power, die in dieser Kirche steckt. Diese Leiter sind bereit alles zu geben, damit Berliner Bürger Kirche neu erleben und zu Jesus finden. Das ist großartige Leiterschaft.
Die 4. Session ist das „Grande Finale“. Stefan Hänsch schildert drastisch, wie Saul nach einer verlorenen Schlacht mit seinen Kriegern hoffnungslos unter einem Granatapfelbaum sitzt. „Gehörst du auch zu den „Granatapfelbaum-Christen?“ fragte er die 250 Anwesenden, um uns dann Jonathan vor Augen zu malen. Er und sein Waffenträger greifen mutig den Vorposten der Philister an: „Vielleicht hilft uns ja Gott, denn für ihn spielt es keine Rolle, ob wir viele oder wenige sind. (1. Samuel 14, 6)“ Dann stehen Kathrin und Stefan auf der Bühne und fesseln uns mit ihren Worten:
„Wir glauben, dass Gottes Liebe diese Stadt verändern kann. Wir glauben, dass die Durchsagen in der U-Bahn wieder freundlicher werden und Politiker im Bundestag respektvoll miteinander umgehen. Wir glauben, dass statt nerviger Werbung Kurzfilme von Gottes Liebe im TV gespielt werden. Wir glauben, dass die Kinder dieser Stadt neue Hoffnung bekommen durch eine KinderKirche von und für Kinder. Wir glauben, dass die Kirche neu ihren sozialdiakonischen Auftrag zu dienen und zu helfen leben wird. Wir glauben, dass sich im ICF Berlin junge Leiter in der Bibel ausbilden lassen werden um dieses Land für Jesus zu gewinnen. Wir glauben, dass es für Gott keine Rolle spielt ob wir viele oder noch wenige sind.“
Ich bin elektrisiert. Die Vision packt mich. Ihr Glaube steckt mich an. Hier stehen Zwei, die losschlagen. Mutig. Unerschrocken. Zusammen mit ihrer Kirche. Angefüllt mit Glauben, die Stadt zu verändern. Mir rollen Tränen über das Gesicht. Gott kann. Ich merke, dass ich dabei sein will. Mein Platz ist in Paderborn, aber ein Stück von meinem Herz bleibt in Berlin. Eine Frage schiebt sich bei mir in der Vordergrund: „Was kann ich tun, um Stefan und Kathrin Hänsch zu unterstützen?“ Danke, dass ich von euch lernen darf. Danke für euer Coaching. Danke für euren Glauben. Es gibt große Hoffnung für Berlin. Gott ist nichts unmöglich."

Michael Wesner, Pastor und Leiter ICF Paderborn

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